Neuerscheinungen

Aus der Serie "hamburger bauheft" des Schaff-Verlages ist im 2020 die Ausgabe 6 in einer überarbeiteten Auflage erschienen. Das Heft dokumentiert das bis heute erhaltene Eigenhaus von Karl Schneider aus dem Jahr 1928 in der Grünewaldstraße 11 in Hamburg-Bahrenfeld. Fast zwei Jahrzehnte war es zuletzt durch die Stadt Hamburg angemietet und für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt worden. Seit 2019 steht es auf Betreiben der Karl Schneider Gesellschaft unter Denkmalschutz. Im März 2020 ist das Haus, einer der herausragenden Bauten von Karl Schneider, an den Hamburger Architekten Peter Dinse verkauft worden.

Im Bauhaus-Jahr hat ausserdem das Haus Michaelsen (1923) von Karl Schneider als Hamburger Beitrag zur Grand Tour der Moderne besondere Beachtung gefunden. Eine weitere Neuerscheinung fokussierte 2019 nun den Blick auf diese zwei Aspekte: Die Entstehungsgeschichte des Gebäudes am Beginn des Neuen Bauens sowie die vielfältige Rezeption des Hauses in der zeitgenössischen Fachliteratur und Populärpresse. Beide Themen werden in diesem Buch erstmals gemeinsam behandelt, quellenbasiert dargestellt und anschaulich dokumentiert.

Neben die Erläuterung des Entwurfsprozesses und die Vorstellung des ausgeführten Landhauses anhand von Bauzeichnungen und Fotografien tritt dabei eine Petite Tour durch die Architekturliteratur der Zeit anhand von Originaltiteln und -seiten der damaligen Fachbücher und Zeitschriften. Das Buch unterstreicht damit die Bedeutung von Haus Michaelsen im Kontext von Architekturgeschichte und -publizistik der 1920er Jahre. Als Kenner beider Bereiche macht der Hamburger Kunsthistoriker Roland Jaeger diesen Pionierbau der Moderne so zu einem exemplarischen Gegenstand der Architekturvermittlung. Das Buch wurde im November 2019 in der Fachbuchhandlung Sautter + Lackmann vorgestellt.

Karl Schneider Gesellschaft e.V.  |  Postfach 30 36 30  |  D - 20312 Hamburg  |  www.karl-schneider-gesellschaft.de

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